insulating materials in battery system

Selbst mit der Verwaltung von Zellenchargen und der Zellensortierung wird es nach der Herstellung immer einige geringfügige Unterschiede zwischen den Zellen geben. Mit der Zeit können sich diese Unterschiede verstärken, zumal nicht alle Zellen in einer Batterie den gleichen Temperaturbedingungen ausgesetzt sind.

Der Zellenausgleich ist eine zentrale Funktion im Batteriemanagementsystem, die dafür sorgt, dass alle Zellen in einem Batteriepack auf einem ähnlichen Spannungsniveau bleiben. Dadurch werden Sicherheit, nutzbare Kapazität, Ladeeffizienz und Lebensdauer der Batterie verbessert. Je nach Anwendung kann passiver oder aktiver Zellenausgleich eingesetzt werden, um eine stabile und zuverlässige Batterieleistung zu gewährleisten.

Wesentliche Erkenntnisse

  • Zellenausgleich ist essenziell – Damit Batterien über viele Jahre zuverlässig funktionieren, muss das Batterie-Management-System (BMS) eine Funktion zum Zellausgleich enthalten;
  • Passiver vs. aktiver Ausgleich – Passiver Ausgleich verlängert Lebensdauer und Kapazität, ist aber mit Energieverlusten und längerer Ladezeit verbunden. Aktiver Ausgleich ist effizienter, jedoch technisch komplexer und nur in bestimmten Anwendungen sinnvoll;
  • EMBS-Lösungen – EMBS setzt auf moderne Zellenausgleichstechnologien (sowohl passiv als auch aktiv), integriert diese ins BMS, passt sie an verschiedene Batterietypen an und optimiert Ladezyklen, um Effizienz, Sicherheit und Lebensdauer zu maximieren.
  • Das bedeutet, dass es sehr wichtig ist, eine Zellenausgleichsfunktion in das BMS einer Batterie zu integrieren. Es verwendet dieselben Leitungen wie SCM (Single Cell Monitoring) und wird in der letzten Phase des Ladevorgangs eingesetzt.

Was ist passiver Zellenausgleich und wie funktioniert er?

Der Zellenausgleich ist eine wichtige Funktion im Batteriemanagementsystem, die dafür sorgt, dass alle Zellen in einem Batteriepack auf einem möglichst ähnlichen Spannungsniveau bleiben. Das ist entscheidend für Sicherheit, nutzbare Kapazität, Ladeeffizienz und eine lange Lebensdauer der Batterie.

Beim Zellenausgleich wird das Laden der Batterie gestoppt, wenn die Spannung einer einzelnen Zelle einen definierten Grenzwert überschreitet. Bei vielen Lithium-Ionen-Zellen liegt dieser Wert bei etwa 4,2 V. Beim passiven Zellenausgleich wird die betroffene Zelle anschließend über einen kleinen Widerstand entladen, bevor der Ladevorgang fortgesetzt wird.

Dieser Vorgang wird wiederholt, bis alle Zellen auf einen bestimmten mV-Schwellenwert angeglichen sind. Ein Ausgleich auf +/- 1 mV ist in der Praxis meist nicht sinnvoll, da dies den Prozess unnötig verlängern würde. Das Ziel besteht darin, gefährliche Spannungsunterschiede zu vermeiden und die Zellen innerhalb sicherer Betriebsgrenzen zu halten.

Durch diese Prozedur werden die Lebensdauer und die verfügbare Kapazität der Batterie verlängert. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass die Ladezeit länger sein kann und ein kleiner Energieverlust entsteht. Dieser Verlust wird durch die Wärme verursacht, die an den verwendeten Widerständen entsteht.

Passiver Zellenausgleich ist dennoch in vielen Anwendungen die bevorzugte Lösung, da er vergleichsweise einfach, zuverlässig und kosteneffizient ist. Er eignet sich besonders für Batteriesysteme, bei denen Sicherheit, Stabilität und Wirtschaftlichkeit wichtiger sind als maximale Energieoptimierung.

Warum ist aktiver Zellenausgleich effizienter?

Das Problem der Energieverluste kann durch aktiven Zellenausgleich reduziert werden. Dieses Verfahren funktioniert ähnlich, verfolgt jedoch einen anderen Ansatz. Anstatt Zellen mit höherer Spannung einfach zu entladen, wird Energie innerhalb des Batteriepacks umverteilt.

Beim aktiven Zellenausgleich wird Energie von Zellen mit höherem Ladezustand auf Zellen mit niedrigerem Ladezustand übertragen. Alternativ können Zellen mit niedriger Spannung gezielt einzeln geladen werden. Dadurch wird weniger Energie als Wärme verloren, und die verfügbare Kapazität des Batteriesystems kann effizienter genutzt werden.

Aktiver Zellenausgleich ist deutlich effizienter als passiver Zellenausgleich, erfordert jedoch eine wesentlich komplexere Schaltung, zusätzliche Komponenten und eine anspruchsvollere Steuerung. Deshalb eignet sich diese Technologie vor allem für Anwendungen, bei denen jedes bisschen Energie zählt.

Typische Einsatzbereiche sind Elektrofahrzeuge, große Energiespeichersysteme, Hochleistungsbatterien und industrielle Anwendungen mit hohen Anforderungen an Effizienz und Lebensdauer. In solchen Fällen können die höheren Kosten und die größere technische Komplexität durch bessere Leistung und geringere Energieverluste gerechtfertigt sein.

Welche Zellenausgleichsmethode ist die richtige?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass passiver Zellenausgleich in den meisten Fällen ausreichend und wirtschaftlich sinnvoll ist. Wichtig ist jedoch, dass die Batterie überhaupt über eine Zellenausgleichsfunktion verfügt, wenn sie viele Jahre zuverlässig genutzt werden soll.

Ohne Zellenausgleich kann die schwächste Zelle die Leistung des gesamten Batteriepacks begrenzen. Dies führt zu geringerer nutzbarer Kapazität, kürzerer Laufzeit, ungleichmäßiger Zellalterung und erhöhten Sicherheitsrisiken. Ein korrekt eingestellter Zellenausgleich schützt die Batterie vor Überladung einzelner Zellen und unterstützt eine gleichmäßige Alterung.

Bei minderwertigen Batterien kann es vorkommen, dass keine geeignete Zellenausgleichsfunktion vorhanden ist. Bei EMBS bieten wir den Zellenausgleich im Batteriemanagementsystem standardmäßig an. Wir beraten Sie, wann Zellenausgleich sinnvoll ist und welche Einstellungen für Ihre Anwendung die besten Ergebnisse liefern. Entdecken Sie auch den Beitrag darüber, was das Batteriesystem ist!

Welche Zellenausgleichstechnologien bietet EMBS?

Um Effizienz, Sicherheit und Lebensdauer Ihrer Batterien zu maximieren, setzt EMBS auf passende Zellenausgleichstechnologien, die an die jeweilige Anwendung angepasst werden. Die Auswahl zwischen passivem und aktivem Zellenausgleich hängt von Zellchemie, Batteriekapazität, Leistungsanforderungen, Kostenrahmen und Einsatzbedingungen ab.

Unsere Lösungen berücksichtigen unter anderem folgende zentrale Maßnahmen:

  • Integration in das BMS zur kontinuierlichen Überwachung und Steuerung jeder einzelnen Zelle
  • Passiver oder aktiver Zellenausgleich je nach Anwendungsbedarf und Effizienzziel
  • Anpassung an verschiedene Batterietypen und Zellchemien, abhängig von Spannung, Kapazität und Sicherheitsanforderungen
  • Optimierung der Ladezyklen, um Energieverluste zu minimieren und die Lebensdauer zu verlängern
  • Zugriff auf moderne Technologien und Prüfsysteme, mehr erfahren

Dank dieser Maßnahmen stellen wir sicher, dass Ihre Batterie langfristig zuverlässig, effizient und leistungsstark arbeitet. Ein professionell ausgelegter Zellenausgleich verbessert nicht nur die Batterieleistung, sondern erhöht auch die Betriebssicherheit und reduziert das Risiko vorzeitiger Ausfälle.

FAQ

Was versteht man unter Zellenausgleich und warum ist er wichtig?
Zellenausgleich bezeichnet das Verfahren, bei dem Zellen eines Akkupacks auf einen möglichst gleichen Ladezustand gebracht werden. Das ist wichtig, weil bereits kleine Unterschiede nach der Herstellung mit der Zeit größer werden können – zudem wirken Temperaturunterschiede oder unterschiedliche Beanspruchung. Ohne Ausgleich kann die Lebensdauer und Kapazität des Akkus sinken.
Was unterscheidet passiven Zellenausgleich vom aktiven Ausgleich?
Beim passiven Ausgleich wird eine Zelle, die z. B. eine höhere Spannung erreicht hat, über einen Widerstand entladen, bis die anderen Zellen nachgezogen haben. Das verbessert Lebensdauer und Kapazität, hat aber Nachteile wie längere Ladezeit und Energieverlust durch Wärme. EMBS +1 Beim aktiven Ausgleich wird stattdessen Energie gezielt von Zellen mit hohem Ladezustand auf solche mit niedrigem übertragen oder die niedrigsten direkt nachgeladen. Das ist effizienter, aber technisch komplexer und nicht in allen Anwendungen sinnvoll.
Wann sollte ein Zellenausgleich unbedingt in einer Batterie integriert sein?
Ein Zellenausgleich sollte unbedingt dann im Akkupack integriert sein, wenn die Batterie über viele Jahre zuverlässig funktionieren soll. Das BMS (Batterie­management­system) sollte eine Ausgleichsfunktion enthalten, damit das System dauerhaft stabil arbeitet.
Welche Kriterien gelten laut dem Artikel bei der Auswahl der Ausgleichstechnologie?
Laut dem Artikel sollten bei der Auswahl berücksichtigt werden: die Art der Batterie (z. B. Li‑Ion, AGM oder Blei‑Säure), der Anwendungsfall (ob hohe Effizienz erforderlich ist oder nicht) sowie ob ein passiver oder aktiver Ausgleich sinnvoller ist. Für viele Fälle genügt der passive Ausgleich, aktive Methoden lohnen sich vor allem dort, wo jedes bisschen Energie zählt.
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